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Der Balken im eigenen Auge

Die tiefe Imperfektion zu erkennen, insbesondere an sich selbst, ist, als ob man das Ventil in einer vollen Badewanne zieht – es fällt von einem ab. All das Wasser entweicht, die emotionale Last rinnt durch den Ablauf. Man selbst ist voller Fehler. Und all das, was man am anderen anmahnt, ist man selbst nicht im Stande zu halten. Das Leben hat es so eingerichtet . Und alle Ideologien, welche den Fehler im anderen suchen, fallen ebenfalls zusammen. Der Balken im eigenen Auge erscheint als Weltsturz, ihn zu erkennen lässt uns taumeln. Doch am Ende der Niederlage bleibt – Demut und Selbstgenügsamkeit. Niemand wird niemandem gerecht. Vor allem nicht – sich selbst.

So ist es eben.

Uns bleibt nur, das zu erkennen, und uns von den Idealismen und der damit verbundenen Selbstgerechtigkeit zu befreien. Und liegt darin nicht sogar ein Hauch von Perfektion?

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Published on: 07/10/2016

Filed Under: Poesie

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