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Der Ursprung der Sternzeichen

Jeder der schon einmal versucht hat die Sternzeichen am nächtlichen Himmel wiederzuentdecken dürfte enttäuscht gewesen sein, denn das was wir beispielsweise als Löwe, Jungfrau oder Stier bezeichnen ist am realen Himmel gar nicht oder nur mit viel Phantasie wiederzuerkennen. Bislang wurden die Bezeichnungen vor allem kulturell und mythologisch erklärt und die Frage, warum gerade diese Lichtpunktkonstellationen entstanden sind wurde übergangen. Doch gerade hier liegen Antworten verborgen, die über den wirklichen Ursprung der Sternzeichen Auskunft geben und den nächtlichen Himmel in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen.

Sternbild „Jungfrau“ – nur mit viel Phantasie lässt sich hier eine menschliche Gestalt erkennen

Es gibt am nächtlichen Himmel einige Sterne, die heller leuchten als andere und sich somit als Orientierung anbieten. Dennoch ist das Sternbild deutlich komplexer und bezieht auch weniger helle Lichtpunkte mit ein, die sich dem Betrachter nicht logisch erschließen. Es ist schlicht nicht nachvollziehbar nach welchen Kriterien diese Abstrahierung erfolgt, wieso gerade diese Lichtpunkte zu einer Lichtpunkteinheit zusammengefügt werden – insbesondere dann, wenn das Ergebnis nur schwer an die mythologische Gestalt des Namens erinnert. Es handelt sich, so die gängige These, um eine vom Betrachter vorgenommene Projektion anhand eines bestimmten Vorstellungsbildes in den Himmel hinein. Doch dies gibt bis heute viele Frage auf – müssten dann nicht klarere Gestalten erkennbar sein? Und müssten sich die Figuren nicht einhergehend mit kulturell-mythologischen Veränderungen ebenfalls wandeln? Doch das Gegenteil ist der Fall – sie bleiben durch verschiedenste (matriarchale und auch patriarchale) Kulturen hindurch konstant.

Kann es also nicht sein, dass hier ganz andere Kriterien zur Abstrahierung dieser Sternbilder geführt haben?

Dieser Frage ist Dr. Helge Wirth nachgegangen und ist zu höchst erstaunlichen Antworten gelangt.

 

Sind die Sternbilder ein prähistorischer Atlas?

Dr. Helge Wirth ist sich sicher, dass die Sternbilder vor allem Navigationshilfen sind. So beschreiben ihre Knotenpunkte und Winkel die Küstenverläufe und Seewege vieler Regionen der Erde.  Diese Behauptung ist jedoch keineswegs eine postmoderne Betrachtung, sondern auch in Mythen findet man Hinweise auf diesen Ursprung der Sternzeichen. Bereits die Argonauten äußerten sich dementsprechend, dass die Konstellationen zum Zwecke der Seefahrt entworfen wurden. Auch bei den Sumerern wird vom Gott „Ea“ gesprochen, der den Schiffen den rechten Weg weise und dass die „Argo“ das erste Schiff sei, welches die Ozeane überquert habe. Schauen wir uns diese These anhand einiger Beispiele an:

 

 

Skorpion, Waage, Jungfrau

Die Zeichen Skorpion, Waage und Jungfrau könnten das Mittelmeer beschreiben:

[1]

 

[1]

Bootes – Corona

Irland und England

Diese beiden Sternbilder zeigen die Umrisse von Irland und England. Die beiden Inseln waren einst miteinander verbunden, ebenso wie die Sternbilder Bootes und Corona, welche erst von den griechischen Astronomen geteilt wurden.

 

 

[1]

Drache

Grönland

Der Drache zeigt den Seeweg von Ostgrönland in den Labradorstrom. Auch mythologisch gibt es übereinstimmungen, haust doch der Drache am „Fuß des Weltenbaumes“, was hier der Nordpol sein könnte.

 

 

Weitere Beispiele für Sternbilder als Atlas

 

Großer Bär

Nordeuropa – Arktis

Auffallend auch hier die sprachliche Verwandschaft – so heisst „árktos“ auf griechisch Bär und ist Begriffsgrundlage für die Artkis.

 

Schlangenträger

Atlantik – Nordäquatorialstrom

Der Schlangenträger stellt das größte Sternbild dar und zugleich auch den größten Seeraum. Doch nicht nur das, er zeigt gleichzeitig die Strömungen an ohne deren Kenntnis man den Atlantik nicht überqueren kann.

So ergibt sich für den Atlantik und Europa folgendes Bild

[1]

Und für den Pazifik sieht es so aus:

[1]

 

 

Sternzeichen als Navigationshilfe? Die Sternbilder im Detail

Der Ursprung der Tierkreiszeichen liegt nach Dr. Wirths Theorie ebenfalls in der Beschreibung von Seeströmen und Küstenlinien unterschiedlicher Regionen. Erstaunlich ist nicht nur, dass die Reihenfolge, wie im Bild oben zu sehen, exakt mit der realen Reihenfolge der Regionen übereinstimmt. Sondern die Sternbilder sind zudem auch ausgenordet, dass heisst man muss sie nicht erst drehen bis sie sich stimmig in die Region fügen. Besondere Aufmerksamkeit erfährt hier ein in der populären Astrologie nicht weiter erwähntes Sternzeichen des „Schlangenträgers“, welches die Seeströme des Atlantiks anzeigt. Auch andere Sternbilder außerhalb des Tierkreises (z.B. Drache, Perseus usw.) bilden reale Regionen ab und gliedern sich in der Reihenfolge ein.

So gelangt man zu folgender Reihenfolge (entnommen aus Sternbilder- Seewege am Himmel, siehe unten):

 

Norden:

Drache – Grönland

Wagen – Nordmeer

Kassiopeia – Aleuten

Kepheus – Beaufortsee

 

Lage südlich:

Schlangenträger – Äquatorialströmung

Skorpion – Gibraltar

Waage- westl. Mittelmeer

Jungfrau – östl. Mittelmeer

Löwe – schwarzes Meer

Krebs – arabisches Meer

Zwillinge – Indik

Stier – Sumatra

Widder – südlich Japan

Wassermann – Golf von Mexiko

Fische – Seeweg Hawaii- Japan

Fuhrmann – Adamanensee

 

Südl. Nicht-Tierkreiszeichen

Andromeda – K. Japan

Pegasus – Korea Japan

 

System andere Ausnordung

Eridanus – Eider

Orion – Dänemark

Große Wasserschlange – Ärmelkanal

Kethos – Ostsee

 

Kritische Einwände

Nach der offiziellen Geschichtsschreibung begann erst im 18 Jahrhundert die Erforschung der ozeanographischen Verhältnisse der Weltmeere. Dass die damaligen Völker (vorwiegend Megalithiker) über solch fortgeschrittene Kenntnisse in Schifffahrt und Schiffbau verfügten gilt offiziell als sehr unwahrscheinlich. Somit ist eine Kartierung am Sternenhimmel und der Zusammenhang zwischen Sternbild und Geographie auch fraglich. Andererseits war das Megalithikum eine Küstenkultur – wir wissen bis heute nicht, wie ausgeprägt deren Kenntnisse waren. Es gibt sogar viele Hinweise auf eine weitaus fortgeschrittenere Schifffahrt als unsere Lehrmeinung es bisher annimmt. So wurden in der Höhle von Lascaux Hinweise gefunden, dass bereits vor 17.000 Jahren astronomische Bildnisse festgehalten wurden und möglicherweise auch der Nordäquatorialstrom beschrieben ist. Denkbar, dass im Verlaufe von 10.000 Jahren hier eine himmlische Kartografie entworfen wurde, welche laut Dr. Wirth ca. 4000 v. Chr. vollendet wurde. Auch andere Funde, beispielsweise dass man im Leichnam von Ramses II Kokain- und Tabakspuren gefunden hat, legen die Vermutung nahe, dass eine Verbindung zwischen den Ägyptern und Amerika bestanden haben muss (diese Pflanzen wachsen nur in Amerika).

Einzig die Sternbilder Orion, Eridanus, Große Wasserschlange und Kethos passen nicht ins System – hier wird eine andere Ausnordung vermutet, d.h. einfach gesprochen ein Fehler in der Kartierung.

Manchmal wird von Astrologen kritisiert, dass in der Darstellung nicht hinreichend zwischen Sternzeichen und Sternbild unterschieden wird. Das ist jedoch kulturhistorisch bedingt, da die heute populäre astrologische Sinnzusprechung der Symbole erst später erfolgte und in diesem ursprünglichen Zusammenhang von keiner Bedeutung ist.

Wer mehr darüber erfahren möchte, dem seien die beiden Bücher ans Herz gelegt :

Sternbilder – Seeweege am Himmel

Der älteste Tierkreis der Welt – Newtons Theorie bewiesen!: Innovative Methoden in der Archäologie erbringen neue Erkenntnisse

Wer sich das ganze einmal selbst am Rechner ansehen möchte kann das mit dem Programm „Stellarium“ tun.

Quellen:

[1] – Alle Bilder entnommen aus „Sternbilder, Seewege am Himmel“ – mit freundlicher Genehmigung von Dr. Helge Wirth

 

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