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Nächste Eskalationsstufe im Konflikt mit Russland: Aufstände in Weissrussland

Der aufmerksame Beobachter sieht in den scheinbar voneinander losgelösten Konflikten in Ukraine, Kosovo, Türkei und Co. schon seit einiger Zeit eine am Reißbrett geplante Strategie – die systematische Einflusserweiterung der NATO auf Kosten des Einflusses von Russland. Nun könnte man meinen, dass dieses Gerangel eben zum bedauerlichen, aber ebenso unausweichlichen politischen Machtkampf gehört. Und in der Tat scheint es eine Conditio Humana sich in permanenter Verhandlung über Macht und Einfluss zu befinden. Neu sind allerdings die Mittel, die seit den Atomwaffen in einer ganz neuen existenziellen Art neue Problemlösungen erfordern. Diplomatie ist daher wichtiger denn je. Diplomatie kann nur dann wirksam sein, wenn Worte bindend sind – und gerade das ist leider nicht mehr der Fall. Im Warschauer Pakt hatte man sich schließlich auf eine Grenzlinie geeinigt, welche die Machtverhältnisse und Ansprüche regelt.

Warschauer Pakt [1]

NATO Osterweiterung von Clinton beschlossen

Diese Grenzen wurden von der EU nach und nach aufgeweicht und so rückte die NATO immer näher an die russische Grenze heran. Diese sogenannte NATO Osterweiterung wurde von dem Clinton Regime beschlossen und von dem Historiker und Diplomaten George F. Kennan 1997 als „verhängnisvollster Fehler der amerikanischen Politik in der Ära nach dem Kalten Krieg“ beurteilt, weil „diese Entscheidung erwarten lasse, dass die nationalistischen, antiwestlichen und militaristischen Tendenzen in der Meinung Russlands entzündet werden; dass sie einen schädlichen Einfluss auf die Entwicklung der Demokratie in Russland haben, dass sie die Atmosphäre des Kalten Krieges in den Beziehungen zwischen Osten und Westen wiederherstellen und die russische Außenpolitik in Richtungen zwingen, die uns entschieden missfallen werden.“

Genau dieses 1997 prognostizierte Szenario finden wir nun vor – ein Schelm wer böses dabei denkt. Schließlich stellt sich die aktuelle Situation wie folgt dar:

Dass es nicht dabei bleibt, sondern der Clinton Plan wirklich weiter verfolgt werden soll zeigen nicht nur die aktuelle Entwicklung in der Ukraine und nun auch Weissrussland, sondern auch die Anti-Russland Kampagne innerhalb der amerikanischen Regierung und hierzulande. Nun fangen also auch in Weissrussland die „Aufstände“ an. Der Spiegel titelt dazu heute:

Sozialproteste in Weißrussland Das nächste Opfer des Kreml?“

Wer hier also verantwortlich gemacht wird dürfte klar sein und den politisch interessierten Leser kaum verwundern. Wäre die Lage nicht so ernst, man könnte darüber witzeln, so plump und vorhersehbar scheinen die Manöver. Bleibt zu hoffen, dass es in Weissrussland nicht zu einer ähnlichen Eskalation wie in der Ukraine kommt – denn schließlich sieht Russland die Ukraine und Weissrussland als unverhandelbar an. Es ist bereits von im Ausland bewaffneten Truppen berichtet worden.

Bewaffnete Kämpfer in Weissrussland oder friedliche Demonstation?

„Wir haben bereits mehrere Dutzend (Kämpfer – Anm. d. Red.) festgenommen, (…) die in Lagern mit Waffen ausgebildet wurden“ – so Lukaschenko. Geprüft wird derzeit woher die finanzielle Unterstützung kam. Wer eins und eins zusammenzählt, der wird hier schnell die altbewährte „Color Revolution“ Methode vermuten, die bereits in Jugoslawien, dem arabischen Frühling und der Ukraine angewendet wurde um einen Staat zu destabilisieren und ein westliches Einschreiten vorzubereiten.

Bildnachweis:

[1] By derivative work: Alphathon /’æɫfə.θɒn/ (talk)NATO_and_the_Warsaw_Pact_1973.svg, derivative work: Alphathon /’æɫfə.θɒn/ (talk)Blank_map_of_Europe_1956-1990.svg, derivative work: Alphathon /’æɫfə.θɒn/ (talk)Blank_map_of_Europe.svg: maix¿? – This file was derived fromNATO and the Warsaw Pact 1973.svg:, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18498099

[2] Von User:Arz – Seperated parts from File:Map of NATO chronological.gif, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15583956

Beitragsbild: By Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres – 70. UN Generalversammlung, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43874759

 

 

 

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Published on: 25/03/2017

Filed Under: Politik

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