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Speicherung von Daten in DNA gelungen

Forschern ist es gelungen 3000 Byte in einer DNA Sequenz zu speichern.

Mithilfe der CRISPR CAS9 Methode ist es möglich molekulargenetische Veränderungen vorzunehmen, so kann man jedes Genom so manipulieren wie man möchte. CRISPR CAS9 ist damit ein Meilenstein in der Gentechnik. Erst vor wenigen Jahren hatten die Forscherinnen Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna die entscheidende Entdeckung gemacht. Sie beschrieben, wie sich ein Abwehrsystem, das Bakterien gegen Viren einsetzen, als Allzweckwerkzeug in der Genombearbeitung verwenden lässt. Binnen Monaten veränderte die Erkenntnis die Arbeit in Laboren weltweit. Schon heute nutzen Wissenschaftler Crispr/Cas9, etwa in der Biotechnologie. Chinesische Forscher erproben sie an menschlichen, wenn auch nicht lebensfähigen Embryonen. Die Crispr Methode ist vor allem hilfreich um Erbkrankheiten zu bekämpfen, aber nach neuesten erfolgreichen Versuchen auch um Datenmengen in Bakterien zu speichern. Das ist zwar aktuell noch sehr teuer und langwierig, bietet aber enorme Speicherkapazitäten mit deutlich längeren Konservierungszeiten als aktuelle Festplatten (über 700.000 Jahre) . US-Forscher berechneten, dass man mit nur einem Gramm DNA-Material 215.000 Terabyte Daten dauerhaft speichern könnte.

Das Speichern von Daten in der DNA wird bereits seit 1988 praktiziert. Fehlerfrei ist die Methode noch lange nicht, so können im Laufe der Jahre Sequenzen von den Bakterien hinzugefügt werden und so Daten verzerrt werden. Das Auslesen der Daten gestaltet sich ebenfalls schwierig, so liegen die Informationen nicht in einem einzelnen Bakterium vor, sondern muss über die gesamte Bakterienpopulation eingesammelt und ausgewertet werden. Eine stabile Bakterienpopulation ist ein wichtiger Schritt um Daten zu erhalten und auswertbar zu halten.

Mehr zu der Methode CRISPR CAS9 und den Möglichkeiten : https://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=58186

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Published on: 14/07/2017

Filed Under: News, Technik, Zukunft

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