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Uri Geller Research – Ist Paranormales möglich?

Wie ich in meinem vorigen Beitrag bereits schrieb sehe ich mich bei meinen Untersuchungen leider ungewollt damit konfrontiert die wissenschaftlich abgesicherten Bereiche zu verlassen. Das hat mich selbst erstaunt und ich muss an dieser Stelle Max Planck recht geben wenn er sagt:

Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.

Im speziellen habe ich mich mit gewissen Phänomenen rund um Uri Geller beschäftigt. Man mag von ihm halten was man will – er ist durch seine Auftritte in Shows unbestritten ein Entertainer, das räumt er ja selbst auch ein. Das Urteil der meisten Menschen ist hier nun schnell gefällt und er wird in die Trick Ecke gestellt. Dass an seinem Löffelbiegen doch etwas dran sein könnte wird proaktiv geleugnet. Ich kann das gut nachvollziehen, denn ich selbst habe das stets als Unsinn abgestempelt. Der Grund dafür ist, dass man sich damit in eine Grauzone begibt. In Augen unserer rationalen Kultur macht man sich lächerlich, wenn man diesen Phänomenen nachgeht. Man wird als naiv und leichtgläubig diskreditiert, was man natürlich gern vermeiden möchte. Außerdem macht es Angst, weil das Weltbild und viele „Gewissheiten“ des Lebens zu bröckeln beginnen, die wir längst überwunden glaubten. So wird dem magischen Weltbild beispielsweise in den Spiral Dynamics ein eher primitiver Bewusstseinsgrad zugestanden. Das magische soll nach unserem Denken in die psychologisch-subjektive Sphäre an seinen Platz rücken und von der objektiven Realität getrennt werden. Es ist mit Recht ein großer Fortschritt der Selbsterkenntnis, dass wir diverse magische Phantastereien psychologisch zuordnen können. Wenn ein Phänomen jedoch auch im materiellen Bereich beginnt zu wirken und von vielen anderen beobachtet wird, dann sollte man stutzig werden.

Wenn etwas unerklärbar ist, dann wird es meist von der Wissenschaft wegrationalisiert. Es wird oft behauptet, dass kein einziges paranormales Phänomen je nachgewiesen werden konnte. Das ist allerdings nicht richtig – Uri Geller hat sich in den 70er Jahren an etlichen renommierten Instituten untersuchen lassen und es konnte ihm kein Trick nachgewiesen werden.  Im Gegenteil hat er alle beteiligten Wissenschaftler von seinen Fähigkeiten überzeugt. Das Stanford Research Institute war das einzige, welches eine Veröffentlichung der Ergebnisse im angesehehenen Nature Magazin wagte. Hier kann man sich den ganzen Artikel vom Stanford Institut über Uri Geller von 1974 mit dem Namen „Information transmission under conditions of sensory shileding“ ansehen. Die Wissenschaft hat lediglich immer neue Einwände hervorgebracht, wie Uri Geller doch getrickst haben könnte. Er könnte sich beispielsweise einen akustischen Sensor in seine Zähne eingebaut haben und ähnliche abstruse Theorien werden dort vorgebracht um die Ergebnisse der Untersuchungen im nachhinein als ungültig zu erklären. Es ist für mich verständlich, dass jeder Mensch mit wissenschaftlichem Verständnis sehr skeptisch im Angesicht solcher Phänomene ist. Ich selbst habe Philosophie studiert und bezeichne mich als skeptischen Menschen, dennoch bin ich open-minded. Und ich bin zum Glück nicht allein – auch Schriftsteller wie Victor Hugo, Upton Sinclair, Thomas Mann oder Wissenschaftler und andere Philosophen wie William James, Hans Driesch, Henri Bergson, Charles Richet und viele mehr räumen gewissen paranomalen Phänomenen, wenn auch etwas widerwillig, Gültigkeit zu. Selbst Albert Einstein empfahl beeindruckt solche Phänomene ernsthaft zu untersuchen. Ein persönlicher Versuch:

 

Der Fall Uri Geller – Bestandsaufnahme

Uri_Geller_and_Jack_Sarfatti_by_Mark_Pilkington

Bildquelle: Uri Geller (left) with Jack Sarfatti on Flickr by Mark Pilkington under https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en

Wir finden im Internet und in der Literatur diverse widersprüchliche Aussagen – doch der Reihe nach.

 

Argumente der klassischen Wissenschaft

Zum einen gibt es natürlich die klassisch wissenschaftliche Aussage, dass keine paranormalen Fähigkeiten von Uri Geller nachgewiesen werden konnten. Schon das unter Wissenschaftlern angesehene Nature Magazin traute 1974 seiner eigenen Veröffentlichung nicht und wollte den Artikel erst gar nich veröffentlichen. Noch in der selben Ausgabe bemerkten sie im Editorial, dass das Experiment „schwach in Design und Ausführung“, „beunruhigend unklar“ und „unbehaglich was Vorkehrungen gegen fehlerhafte Schlussfolgerungen betrifft“ ist.

Eines der Experimente war beispielsweise das Würfelexperiment. Der Würfel (welcher vom SRI gestellt wurde) wurde in einem blickdichten Behälter per Doppelblindmethode von jemandem geschüttelt. Anschließend sollte Uri Geller die Zahl erraten, die der Würfel anzeigt. Das ganze wurde 10 mal durchgeführt. Uri Geller hat 2 mal gepasst, d.h. er hat keinen Tipp abgegeben, was als False gezählt wurde. Die restlichen acht Versuche waren jeweils korrekt. Das entspricht einer Wahrscheinlichkeit von eins zu einer Million. Die Ergebnisse und die Methode sind mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zuverlässig. Ein weiteres Experiment ergab eine Wahrscheinlichkeit von einer Billion zu eins.

In Zahlen: 1000 Milliarden oder 1.000.000.000.000 = 1012  zu 1.

In einem weiteren SRI Experiment brachte er Metall auf einer Waage dazu, sein Gewicht zu verändern, was völlig unerklärlich ist.

Weitere Einwände im Nature-Editorial sind:

2.) eine ungenügende Zufallsmethode (was sich nur auf die Methode bezieht. Wie Uri Geller hier betrogen haben soll, bleibt weiterhin unklar, da die Motivauswahl in einem anderen abgesicherten Laborraum stattfand)

3.) zu vage Sicherheitsvorkehrungen gegen Betrug

4.) Die Experimente untersuchen zu viele verschiedene Phänomene , anstatt eines gründlich abzuschließen

Einiges davon mag stimmen, aber es reicht nicht um die Phänomene zu widerlegen. Sicherlich hinterlässt das Experiment mehr Fragen als Antworten, doch das endgültige Urteil wurde sozusagen vertagt. In dieser Schwebe gelassen behaupten die Wissenschaftler, dass die Phänomene nicht nachgewiesen wurden.

Um das ganze eigenständig zu prüfen habe ich mich auf die Suche nach dem Protokoll des Experiments gemacht. Ich konnte leider nur das auf Uri Gellers Homepage finden, was natürlich in diesem Fall zweifelhaft ist. Daher kontaktierte ich den am Experiment beteiligten Wissenschaftler vom SRI Russell Targ, welcher mir bestätigt, dass dieses Protokoll das Original ist. Es gibt eine 30 minütige Filmaufnahme der Experimente. Man wird bemerken, dass der Wortlaut des Protokolls den Ansagen im Filmmaterial entspricht . Das gesamte Protokoll habe ich hier nochmal eingefügt.

Protokoll SRI Uri Geller 1974

Quelle: http://www.uri-geller.com/books/geller-papers/g5.htm

EXPERIMENTS WITH URI GELLER
by Harold E. Puthoff, Ph.D., and Russell Targ,
Stanford Research Institute, Menlo Park, California.


During Uri Geller’s visits to the Stanford Research Institute, he took part in certain experiments that do not appear in either of the foregoing two papers by Harold Puthoff and Russell Targ. What follows is the narration to a half-hour film, shot at the SRI laboratories, that contains these additional tests. The research presented here was conducted during Geller’s first visit to SRI – a five-week period in late 1972. The film was sponsored jointly by the Mind Science Foundation, the Science Unlimited Research Foundation, and EDMA, all of San Antonio, Texas. It was first shown publicly on March 9, 1973, at a physics colloquium at Columbia University. Because a film itself cannot offer Proof of genuine paranormal abilities, Puthoff and Targ made the following remark at the end of the narration: „What we’ve demonstrated here are experiments that we performed in the laboratory and should not be interpreted as proof of psychic functioning.“ Since the film also depicts some experiments that have been reported in the previous two papers, the text of the film has been edited, with the consent of the SRI researchers, to avoid repetition.
The following narrative is published for the first time, with the permission of the researchers.


THROUGHOUT mankind’s history there has existed a belief that certain gifted individuals have been capable of producing physical effects by means of some agency generally described as psychic or psychoenergetic. Substantiation of such claims by accepted scientific methodology has been slow in coming, but recent laboratory experiments, especially in the Soviet Union and Czechoslovakia, and more recently in our own laboratory, have indicated that sufficient evidence does exist to warrant serious scientific investigation. It would appear that experiments could be conducted with scientific rigor to uncover not just a catalogue of interesting events, but rather a pattern of cause-effect relationships of the type that lend themselves to analysis and hypothesis in the forms with which we are familiar in the physical sciences. The SRI considers this to be a valid area for scientific inquiry.


As scientists we consider it important to examine various models. describing the operation of these effects so that we can determine the relationship between extraordinary human functioning and the physical and psychological laws we presently understand. It is not the purpose of our work at the SRI to add to the literature another demonstration of the statistical appearance of these phenomena in the laboratory, but rather we seek to achieve an understanding more compatible with contemporary science, and more useful to mankind.


Here we describe partial results of a five-week investigation conducted at the Stanford Research Institute with Uri Geller. It was set as an absolute that experiments, to be worthy, had to be under institute control and not Geller’s.
We conducted a double-blind experiment in which someone not associated with the project came into the experimental room, placed an object into a can chosen at random from ten aluminum cans. The randomizer then left the area, and the experimenters entered the room with Geller – neither the experimenters nor Geller knowing which can contained the object. In one case, the target was a3/4-inch steel ball bearing. The ten cans had been arranged neatly, and Geller’s task was to determine which of the ten held the steel ball bearing. He was not permitted to touch the cans or the table. The experimental protocol called for the experimenter to remove the cans one at a time in response to Geller’s instructions. Eventually, there were just two cans left, and Geller indicated by gesture and in writing which one of the remaining cans contained the target. He was correct. It was only at the end of the experiment that Geller touched the can that he believed contained the object. The protocol included the possibility that he might touch a can accidentally. In such a case, that would count as a miss.
After repetition of this experiment several times, using different objects, Geller was finally able to walk into the room, look at the cans lined up on the table, and just pick up the one that contained the target. We have no hypothesis at this point as to whether this is a heightened sensitivity of some normal sense, or whether it is some paranormal sense.


In another case, one can contained room-temperature water. Again, the can had been filled by an outside person who randomized the position of the cans in a box. Then the box was rotated by a second person so that there was no one person in the room who knew the location of the target can. Geller entered the room and had no difficulty picking out the can that contained the water. We repeated this type of experiment fourteen times; five times involving a target, which was a small permanent magnet, five times also involving a steel ball bearing as the target. Twice the target was water. Two additional trials were made – one with a paper wrapped ball bearing, and one with a sugar cube. The latter two targets were not located. Geller felt that he did not have adequate confidence as to where they were, and he declined to guess, and passed. On each of the other twelve targets -the ball bearing, the magnet, and the water – he did make a guess as to the target location and was correct in every instance. The whole array of this run had an apriori probability of one part in 10^12, or odds of a trillion to one.
In another double-blind experiment a die was placed in a metal file box (both box and die being provided by the SRI). The box was shaken up with neither the experimenter nor Geller knowing which face landed up. Out of ten trials, in which he passed twice and guessed eight times, the eight guesses were correct. It gave us a probability of about one in a million. We again point out that there were no errors when Geller made guesses.


We also performed two experiments in psychokinesis. In one test a one-gram weight was placed on an electric scale. It was covered by an aluminum can and by a glass cylinder to eliminate deflection due to air currents. The first part of our protocol involved our tapping the bell jar; next tapping the table; then kicking the table; and finally jumping on the floor, with a record made of what these artifacts looked like so that they could be distinguished from actual signals. Geller’s task was to try to influence the scale merely by holding his hands above the bell jar (never touching it) and concentrating. He was able to do this. Once our recording device showed an apparent weight decrease of 1500 mg, and another time an increase of800 mg. These two readings had not been observed as possible artifacts. In fact, in no case were our intentional artifact readings similar to the signals produced by Geller, nor could anyone else duplicate the effects Geller produced.
We have no ready hypothesis about how these signals might have been produced. It is of interest to note that Geller’s ability to influence the scale improved over the period of experimentation, starting with 50 mg deflections and arriving at 1500 mg.


In another experiment Geller attempted to influence a magnetometer, either directly or by generating a magnetic field. The full-scale sensitivity of the instrument was 0.3 gauss. Throughout the experiment Geller’s hand did not come into contact with the instrument. The magnetometer itself was used as a probe to go over his hands and person to make sure that there were no magnetic objects in his hands or on him.
Geller had no apparent difficulty in influencing the magnetometer. He caused fluctuations – almost full-scale in certain cases – whose direction was uncorrelated with the motion of his hands. He was very interested in the experiments we were doing because he had never taken part in laboratory work of this kind before.
Another experiment was performed; in retrospect we consider it unsatisfactory as it did not meet our protocol. In this case Geller’s task was to deflect a compass needle, which he did. Before and after the experiment he was gone over with a magnetometer probe, and his hands were photographed from above and below during and following the experiment, so we were sure there were no obvious pieces of metal or magnets in his possession. However, according to our protocol, if we could in any way debunk the experiment and produce the effects by any other means, then that experiment was considered null and void even if there were no indications that anything untoward happened. In this particular experiment, we found later that the type of compass needle deflections we observed could be produced by a small piece of metal, so small, in fact, that it could not be detected by the magnetometer. Therefore, even though we had no evidence that Geller might have employed this means, we still considered the experiment inconclusive and an unsatisfactory type of experiment altogether.


There are a number of unconfirmed physical effects that need further investigation. One of Geller’s main attributes that had been reported to us was that he was able to bend metal from a distance without touching it. In the laboratory we did not find him able to do so. In a more relaxed protocol, he was permitted to touch the metal, in which case the metal did indeed bend. However, it becomes clear in watching this demonstration on film that simple photo-interpretation is insufficient to determine whether the metal is bent by normal or paranormal means.


In the laboratory, these spoon-bending experiments were continually filmed and video-taped. It is evident that some time during the photographic period a stainless steel spoon became bent. However, unlike what we had heard about Geller, it was always necessary for him in the experimental situation to have physical contact with the spoon or, for that matter, any other object that he bends. It is not clear whether the spoon was bent because he has extraordinarily strong fingers and good control of micromanipulatory movements or whether, in fact, the spoon „turns to plastic“ in his hands, as he claims.
A number of the spoons were bent by one means or another during the course of our experiments. There is no doubt that the spoons were bent. The only doubt remains as to the manner of their bending. Similarly, we have rings that were bent by Mr. Geller: a copper ring and a brass ring that were manufactured at the SRI and measured to require 150 pounds of force to bend them. These rings were in Geller’s hand at the time they were bent.
The following brief recap is a reminder of those experiments we feel were best controlled. They are the perception experiments, including the double-blind- hidden-object experiments, and the double-blind-die-in-the-box experiment. The two psychokinetic experiments – the depression or raising of a weight on an electric scale and the deflection of the magnetometer – also do not seem to admit of any ready counterhypothesis. What we’ve demonstrated here are the experiments that we performed in the laboratory and should not be interpreted as of psychic functioning.

PROTOCOL END

Das gesamte Video kann man sich hier ansehen:

 

Weiter wird von Edgar Mitchell behauptet, dass die Wissenschaftler zu naiv und gutgläubig an die Sache herangegangen sind.

„Hal (Puthoff) und Russ (Targ) waren so begierig darauf, Geller bei der Arbeit zu halten, dass sie sich von ihm in die Enge treiben ließen und schließlich auf jede seiner Launen eingingen. Wenn er drohte fortzugehen, gaben sie nach und taten alles, was er wollte. Natürlich verloren sie so die Kontrolle über die Situation, und das wurde von Mal zu Mal schlimmer.“

Das sind diskreditierende Aussagen, welche die Glaubwürdigkeit des Experiments schmälern sollen ohne auf die Ergebnisse einzugehen. Russell Targ (einer der Wissenschaftler am SRI) war selbst Amateurzauberer. Wenn man sich das Experiment einmal selbst anschaut und studiert stellt man fest, dass hier Doppelblindversuche gemacht wurden.

Definition Doppelblindversuch

Als Doppelblindversuch oder Doppelblindstudiebezeichnet man in der Psychologie aber auch in der Medizin jenes experimentelles Vorgehen, bei dem sowohl die TeilnehmerInnen an dem Versuch als auch die MitarbeiterInnen des Versuchsleiters nicht wissen, ob die TeilnehmerInnen eine Behandlung oder ein Placebo erhalten. Wird der Doppelblindversuch in psychologischen Untersuchungen eingesetzt, haben also weder der Versuchsleiter noch die Versuchspersonen Kenntnis vom Untersuchungsgegenstand, wodurch verhindert werden soll, dass der Versuchsleiter etwa. durch seine Erwartungen die Ergebnisse des Experiments beeinflusst.

Quelle: http://lexikon.stangl.eu/3340/doppelblindversuch/
© Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik

Teilweise wurden außenstehende Personen eingebunden, das ganze fand in einem abgeschirmten Labor statt und es wurden verschiedene Räume benutzt. Uri Geller konnte die Ergebnisse an 15 verschiedenen Instituten wiederholen.

  1. Stanford Research Institute (SRI), 8 Wochen 1973: Dr. H. Puthoff & Dr. R. Targ
  2. Naval Surface Weapon Center, Silver Spring, Maryland; 1974: Dr. Eldon Byrd
  3. Kent State University, Ohio, 1974: Dr. Wilbur Franklin
  4. Lawrence Livermore Laboratory, California; 1974: Dr. Ronald S. Hawk
  5. University of California, Los Angeles; 1974: Prof. Thelma Moss
  6. Western Kentucky University, Bowling Green, 1974: Dr. Thomas P. Coohill
  7. Birkbeck College, University of London, 1974: Prof. J. Hasted & Prof. D. Bohm
  8. Kings College, University of London, 1975: Prof. John G. Taylor
  9. Cambridge University; 1975: Dr. Ted Bastin
  10. Institute for Parapsychology, Durham, NC; 1974: William E. Cox
  11. Occult Investigators Committee, Atlanta GA; 1974: Artur Zorka
  12. New Horizons Research Foundation, Toronto, Kanada; 1975: Dr. A.R.G. Owen
  13. Institute of Noetic Sciences, Palo Alto, CA; 1974: Dr. B. Regan
  14. South African Institute for Parapsychology, Johannesburg; 1974: Dr. E. A. Price
  15. Inst. f. Grenzg. d. Psych. u. Psychohygiene, Freiburg, 1976: Prof. Hans Bender & Prof. Hans Betz

Die kompletten Protokolle kann man den Geller Papers entnehmen. Es erscheint abwegig all diesen Menschen naivitität zu unterstellen. Wir stoßen hier auf das alte Phänomen – was wir nicht glauben können (oder wollen), wird zunächst wegdiskutiert. Es ist ja auch vernünftig und lobenswert sich das ganze zunächst auf herkömmliche Weise zu erklären, aber man sollte fair bleiben.

In einem Bericht des New Scientist wurden verschiedene Dinge aufgeführt, die das Experiment am SRI zumindest anzweifeln. Die schon angesprochene Möglichkeit, dass akustische Signale abgehört und empfangen werden konnten und die Möglichkeit, dass Uri Hilfe eines Begleiters namens Shipi Strang erhalten hat. Dieser hat Uri begleitet und war bei den Experimenten am SRI anwesend. Es ist möglich, dass er auf verdeckte Weise mit Uri kommuniziert hat. Auch wenn man diesen Vermutungen gültigkeit zugestehen muss, so würden sie bei den Doppelblindversuchen mit dem Würfel nicht funktionieren.

Natürlich hinterlassen die Ergebnisse Fragen und sie können letztendlich nicht als bewiesen gelten, weil wir sie einfach nicht erklären können. Auf der anderen Seite gilt in der Wissenschaft die Beweislast (zurecht) auf Seiten desjenigen, der etwas behauptet. Es liegt eine unauflösliche Spannung in der Akzeptanz der Phänomene und den wissenschaftlichen Forderungen des Beweises.

Argumente der Zauberkünstler

RANDIBildquelle: James Randi on Wikipedia by Terabyte under http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Die Trickmagier, allen voran James Randi, sind seit jeher überzeugt, dass Uri Geller keine übernatürlichen Kräfte besitzt. Sie behaupten, dass sie alle seine Tricks nachstellen können. Zunächst das direkte Gegenargument – nur weil man etwas nachahmen kann, heisst das nicht, dass das Original auch ein Fake ist. Dass die Zauberkünstler die Experimente unter Uri Gellers Bedingungen nachmachen können ist jedoch mehr als fragwürdig. Uri Geller ließ Löffel und Gabeln zuhause bei den Zuschauern verbiegen, was selbst James Randi nicht erklären konnte. Don Coolican war der Meinung er verwende eine spezielle Halogen Mischung an seinen Fingern um Löffel zu biegen und wollte Uri Geller entlarven – dieser hat sich in dem Versuch vorher komplett abgeduscht und konnte dennoch die Löffel verbiegen. Es gibt etliche solcher Versuche.

Von Vielen wird behauptet Uri Geller sei ein entlarvter Schwindler, weil er manchmal seine Fähigkeiten nicht anwenden konnte. Beispielsweise schaffte er es nicht in einer US Fernsehshow mit Johnny Carson von James Randi geprüftes Besteck zu verbiegen. Das ist in der Tat ein Indiz, aber man darf nicht vergessen, dass man auch einem Uri Geller ein Scheitern eingestehen muss. Uri Geller behauptet, dass es nicht in einer feindlichen Atmosphäre klappt. Das kann man natürlich auch als faule Ausrede interpretieren, was aber wiederum sehr bequem von Seiten der Skeptiker ist. Ein punktuelles Scheitern bedeutet nicht, dass ein von vielen Menschen beobachtetes Phänomen nicht existiert. Bei Wikipedia wird gesagt: „James Randi hatte bei der Vorbereitung der Sendung dafür gesorgt, dass die Requisiten nicht durch Geller manipuliert werden konnten“ Was inhaltlich zwar korrekt ist, aber von vielen so gelesen wird, als ob Uri Geller die Requisiten sonst immer manipuliert, was nicht stimmt.

Der Zauberkünstler Leo Leslie testete Uri Geller 16 mal und konnte keine Tricks feststellen. David Blain, Ben Robinson, Artur Zorka, Abb Dickson und William E.Cox konnten alle keine Tricks feststellen. Ebenso wie die oben aufgeführten Untersuchungen.

Je mehr man im Internet liest, desto verwirrender wird es. Es werden Vermutungen aufgestellt, welche zum Teil an den Haaren herbeigezogen sind. Auf der anderen Seite scheint sich Uri jedoch mittlerweile auch für nichts mehr zu schade und gibt den Skeptikern Kanonenfutter – The Next Uri Geller, Alien Shows und mehr. Es ist natürlich unbestritten, dass er ein geldgieriger Entertainer ist. Das macht es so schwer zu unterscheiden. In einem Zeit Artikel wird beispielsweise behauptet:

Ich weiß nicht, ob Uri einen solchen Psi-Würfel seinen Experimentatoren an Stelle des vorgesehenen Spielwürfels untergeschoben hat. Möglich wäre dies im typischen Geller-Chaos schon gewesen. Wie arglos sie waren, geht aus einer Bemerkung Hymans hervor: „Die beiden Standford-Physiker wurden ärgerlich, als ich die Möglichkeit andeutete, Uri könne sie mit Tricks betrügen. Schließlich seien sie Physiker und ich nur ein Psychologe, sagten sie.“ Dabei weiß jeder Zauberkünstler, daß gerade Naturwissenschaftler besonders leicht auf Tricks hereinfallen.

In dem Protokoll des Experiments wurde dabei extra betont, dass der Würfel vom SRI gestellt wurde, was mir Russell Targ auch nochmal persönlich bestätigte.

Weiter wird folgendes geschrieben:

Zweierlei fällt dem Betrachter sofort ins Auge: Uris Zeichnungen geben nicht Bildeindrücke vom zu erratenden Original wieder, sondern sehen so aus, als habe ihm jemand gesagt, was er zeichnen sollte. So zeigt eine seiner Zeichnungen korrekt einen fliegenden Vogel, aber in seiner Gestalt unterscheidet er sich vom Original so weit, wie sich ein Vogel überhaupt nur von einem anderen unterscheiden kann. Noch augenfälliger ist dies bei Uris Bild eines Papierdrachens oder in seiner Nachzeichnung des Sonnensystems zu bemerken.

Davon mal abgesehen, dass es haltlose Unterstellungen sind, jemand habe Uri etwas zugeflüstert stellt das indirekt die Behauptung auf, dass zwei der leitenden Wissenschaftler am renommierten Stanford Institut überhaupt nicht wissen was sie tun. Man sieht in dem Video sehr beeindruckende Aufnahmen der  Zeichnungen. Die Zeichnungen in dem Artikel sind nicht ganz so präzise, aber dennoch höchst erstaunlich.

Eine weitere Behauptung in dem Artikel besagt, dass Uri Geller sich mittels eines Mini-Radiofrequenzempfängers am Zahn akustische Eindrücke verschafft haben könnte. Was offen gesagt absurd ist.

Es wird ebenfalls ins Feld geführt, dass seit Jahren eine offene Wette gilt – derjenige, welcher als erster seine paranormalen Fähigkeiten unter Beweis stellt, erhält 1 Million $. Auf den ersten Blick klingt das verlockend und ich frage mich natürlich auch, warum Uri Geller das nicht annimmt. Dazu verschiedene Vermutungen:

psychologische Deutung:
Nehmen wir mal an, Uri hat wirklich paranormale Fähigkeiten.
Diese hat er in vielen Instituten testen lassen. Nun behauptet ein Mann namens James Randi jedoch permanent, dass er die nicht hat und stilisiert sich zum Antagonisten von Uri Geller hoch. Würdest du an seiner Stelle diesen noch fördern indem du zu ihm gehst? Zumal das Geld für Uri keine große Rolle mehr spielt. Wir alle wissen, dass Uri Geller eitel ist und ihm James Randi ein Dorn im Auge ist.

paranormale Deutung:
Uri Geller kann zum einen seine Phänomene nicht konstant abrufen wie eine Maschine. Zum anderen funktionieren die Phänomene nicht in einer feindlichen Atmosphäre. Damit meine ich nicht skeptisch. Er hat ja auch vor vielen skeptischen Wissenschaftlern die Phänomene gezeigt. Aber in einer feindlichen Atmosphäre gelingt es nicht oder nur sehr schwer. Jeder kleine Misserfolg würde als Beweis ausgelegt werden, dass er keine besonderen Fähigkeiten besitzt.

feindliche Deutung:
Uri Geller hat keine paranomalen Fähigkeiten und weicht deshalb den Tests aus.
Fragestellung: Warum sollte er sich dann wiederholt testen lassen? Er hätte ja dann die Ergebnisse vom SRI nehmen können und sich immer wieder darauf berufen können. Warum sollte er ein solches Risiko eingehen und sich noch über 13 weitere Male testen lassen, u.a. von Zauberkünstlern, wenn er doch schon eine wissenschaftliche „Absicherung“ hat?

Im Laufe meiner Untersuchungen wurden mir zwei Dinge klar –

  1. Die Wissenschaftler werden solange nicht aufgeben die Phänomene zu leugnen, bis sie sich persönlich überzeugt haben
  2. Auch in mir tobt dieser Widerstreit und ich muss mir eingestehen, dass mich die gute Beweislage nicht letztendlich überzeugen kann, denn das würde von mir verlangen etwas zu glauben, was alles bisher geglaubte und gelernte auf den Kopf stellt.

Weitere Überlegungen zu Uri Geller, Claus Rahn und anderen

Die bisherige Recherche hat mich verblüfft und nachdenklich gemacht. Sollte es wirklich möglich sein, dass diese Phänomene existieren? Eines ist mir klar geworden – ich kann diese Phänomene nicht rational akzeptieren, wenn ich selbst nicht Zeuge dessen geworden bin. Denn in einem Punkt kann ich die Wissenschaft sehr gut verstehen, jede Theorie muss auch von ihrer Konsequenz her betrachtet werden. Wenn wir beispielsweise zugestehen, dass diese Phänomene wahr sind, dann würden viele Dinge in ganz neuem Licht erscheinen. Gängige Meinungen auf bestimmten Gebieten wären nicht mehr haltbar. Die Wissenschaft stünde ratlos dar, sie hätte auf einigen Gebieten kein Konzept mehr anzubieten. Das wiederum würde die Tür öffnen für den ganzen esoterischen Boom und würde sich wahrscheinlich in einen unkontrollierbaren Vernunftverlust ausarten. Engel, Dämonen, Lichtarbeiter, Astrologen – alle würden sich auf diese Phänomene stürzen und versuchen sich dadurch zu legitimieren. Und die Wissenschaft könnte nicht einmal viel dagegen sagen, denn sie kann über diesen Bereich keine Aussagen treffen. Einen Vorgeschmack gab es ja bereits bei der Quantenphysik, bei der die Erkenntnisse von der Beteiligung des Beobachters am Ausgang des Experiments bereits die Tür zur geistigen Welt aufgerissen hat. Die Folge waren sehr viele Theorien, welche sich zwar ursprünglich mehr oder weniger korrekt auf die Quantentheorie berufen, jedoch in ihrer letztlichen Absicht völlig davon abschweifen und sich zu unverifizierbaren Aussagen hinreissen lassen. Von dieser Warte her denke ich ist es nachvollziehbar diese Dinge vorab zu leugnen.

Ich beschließe mich in einem speziellen Forum anzumelden und die dortige Community zu fragen, ob sie bereits selbst solche Phänomene erlebt haben. Neben vielen abschweifenden Beiträgen stoße ich auf einen User, der einige Zeit mit Claus Rahn verbracht hat. Dieser kann angeblich Löffel „laufen lassen“. Mittlerweile wundert mich nichts mehr. Auch er wurde nach diesem Bericht des SPIEGEL 1976 vom Freiburger Institut für Parapsychologie und vom physikalischen Institut der Universtität München untersucht, welche ihm keine Tricks nachweisen konnten. Der professionelle Zauberkünstler Robert Mayr bestätigt diese Ergebnisse und sagt „das Treffen mit Rahn gibt mir keine Veranlassung, den Besitz seiner PK Kräfte in Frage zu stellen“. In Bern wiederum lebt ein Mann namens Silvio Meyer, welcher ebenfalls Löffel verbiegen kann. Allerdings gelingt es den beiden Personen nicht auf Kommando, weshalb sie nicht damit hausieren gehen. Die Phänomene stellen sich nur dann und wann ein. Davon mag man halten was man will – im Context der bisherigen Recherche halte ich es für möglich.

An dieser Stelle endet vorerst meine Recherche. Ich muss gestehen, dass ich trotz der Indizien verwirrt zurückbleibe. Ein Teil in mir möchte die alte Sicherheit wiederherstellen und ist geneigt den wissenschaftlichen „Erklärungen“, so absurd sie auch zu sein scheinen, glauben zu schenken um mich zu resozialiseren. Ein anderer Teil in mir ist sehr neugierig und hat Blut geleckt. Ich nehme mir vor im nächsten Jahr Claus Rahn aufzusuchen.

Gerne könnt ihr eure Meinung zu dem Thema in den Kommentaren posten.

Weiterführende Links:

Artikel des Stanford Research Instituts im Nature Magazin von Russell Targ und Harold E. Puthoff über Uri Geller 1974
Protokoll des Experiments des Stanford Research Instituts von Russell Targ und Harold E. Puthoff
Geller Papers (Berichte und Protokolle über Untersuchungen von Uri Geller)
Video der Experimente des Stanford Research Instituts mit Uri Geller
Interview mit Claus Rahn bei TimeToDo
SPIEGEL Artikel zu Claus Rahn
Interview mit Silvio Meyer beim SRF

 

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Published on: 31/12/2015

Filed Under: Paranormales

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