Matthias Thieles neuer Roman „ZORA. Die Zora-Metelli-Fragmente“

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Das Fragment ist das heile Teil der Moderne. Wenn man nicht seinen Frieden damit schließt, daß die Arbeit Fragment bleiben muß — in unserer Generation sowieso — eigentlich schon das ganze 20. Jahrhundert hindurch, daß die Arbeit nie übers Fragment hinauskommen wird und man das Fragment als solches überhaupt nur favorisiert, weil sonst überhaupt nichts zu machen ist — dann hat man nichts verstanden. Und das lehrt einen Bescheidenheit.

Thomas Kling

Mit diesen kraftvollen Worten beginnt Matthias Thieles neuer Roman “Zora”. Es wird deutlich, dass dieses Projekt selbst Fragment ist und bleiben will.  Schon der Rahmen den Matthias Thiele hier setzt schnellt wie eine Bugwelle vorraus – bis zum Mai frei zum Download, für jedermann und jedefrau. Der Roman überspringt kapitalistische Logiken, bricht mit Zeit und Raum so scheint es und will uns entführen in eine Welt, jenseits von Perfektionismus.

Auf der Seite des Phänomen-Verlages liest man über ZORA :

“Der Roman trägt noch deutlich experimentellen Charakter, was allerdings ziemlich gut dem Inhalt entspricht. Es sind noch keine Grate abgeschliffen, keine Kanten abgeschlagen.

Es ist eine Geschichte über Lust und Liebe, über die Suche nach Erfüllung und der Sehnsucht, sich verbinden zu können. Es ist eine Geschichte über die Irrtümer, die uns dabei widerfahren können, über Irrwege, die manch einer oder manch eine einschlägt. Über Irrwege durch seelisches Unterholz und körperliche Umwege zur Liebe. Irrwege, die tatsächlich die einzig möglichen Pfade sind, da es keine anderen gibt. Und doch ist es eine Geschichte in Liebe und für die Liebe.”

Möglicherweise ist ZORA genau jenes seelische Lagerfeuer, welches uns in Zeiten des Social Distancing die Stunden erleichtert.

Ermöglicht wurde das ganze durch den Phänomen Verlag, welcher mit diesem Buch den Versuch wagt, sich über Onlinespenden zu finanzieren.

 

Edit 02.05.2020:

Die freie Downloadphase war bis zum Mai befristet und ist nun beendet. Weitere Infos beim Phänomen Verlag.

 

Bild : Von Orjen – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49345941

 

 

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