So wichtig es war, dass wir in die Postmoderne rückten - für all die wirklich guten Seiten -, so gefährlich ist es jetzt geworden, postmoderne Ideologien zu leben und zu unterrichten. Es ist wirklich Zeit, dass wir dem Einhalt gebieten, was sich unter dem Deckmäntelchen von Fürsorge für die Schwachen als Absolutheitsanspruch aufbaut und alle Macht an sich reissen will - was absolut nichts andres ist als das, wogegen die gleichen Leute anfangs kämpften. Nur sind sie und ihr Ego jetzt in der Machtposition. Nicht wirklich ein Fortschtitt, nein, das Gegenteil, denn der Postmodernismus hat den performativen Widerspruch eingebaut und sieht keinerlei Veranlassung, sich selbst kritisch zu durchleuchten. Damit ist Intoleranz und Totalitarismus hoffähig und normal.