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Die US Wahl 2016 – Sanders, Trump, Obama und Clinton aus integraler Perspektive

Die aktuelle Wahlperiode im US Wahlkampf ist einzigartig in jeder Hinsicht. Es ist als ob jemand das Kartendeck nimmt und alle Karten durch die Luft wirft. Zudem steht Amerika am Scheideweg – Korruption im und Misstrauen gegen das System sind allgegenwärtig. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Die Finanzelite greift in politische Fragen manipulativ ein. Wer die Serie „House of Cards“ mit Kevin Spacey kennt hat eine ungefähre Vorstellung davon, wie korrupt und reaktionär das System geworden ist. Schließlich sagte kein geringer als der ehemalige US Präsident Bill Clinton zu Kevin Spacey, dass 99% der Serie der Realität entspricht.

Um die Dynamik der Situation in den USA 2016 zu verstehen verschaffen wir uns zunächst einen groben Überblick über die wirtschaftliche Situation der USA.

USA – wirtschaftliche Situation aus integraler Sicht

circle_flag_us_america_united_states-128Die Wirtschaft der nördlichen europäischen Länder und auch von Deutschland ist bereits sehr grün, während die USA immer noch Schwerpunktmäßig eine orangene Wirtschaft betreiben seit Ronald Reagan – alles dreht sich ausschließlich um Wachstum und Geld. Bereits die Reagan Ära endete mit einer enorm hohen Korruption und hat eigentlich das Ende dieses Systems eingeläutet. Spätestens jedoch seit der Wirtschaftskrise 2008 ist dieses Modell endgültig auf dünnem Eis. Nun wird es höchste Zeit für die USA Schritt für Schritt in die grüne Wirtschaft überzugehen.

Daniel Bell unterteilte in seinem Buch „The Coming of Post-Industrial Society“ 1973 die Wirtschaft in verschiedene Bereiche: 1. Landwirtschaft 2. Industrie 3. Informationswirtschaft 4. Finanz und Gesundheitsdienstleistungen 5. Kreative Wirtschaft. So sieht er es ähnlich wie Richard Florida in seinem Buch „The Rise of the creative Class“, dass die kreative (grüne) Wirtschaft sich vor allem in einer hochentwickelten Gesellschaft bildet und demnach auch für Amerika der nächste Schritt wäre.

Es gibt also viele interessante Entwicklungen, die vom amerikanischen System aktuell nicht genügend getragen werden. In verschiedenen Bereichen ist das US-System sogar regressiv – mit der „Citizens United Decision“, welche 2010 in Kraft trat, wurden lange geltende Beschränkungen zur Finanzierung von Wahlkämpfen aufgehoben und stärkten damit enorm den Einfluss der Finanzeliten auf den amerikanischen Wahlkampf, was das „Mean-Orange-Mem“ noch mehr stärkt. Inmitten dieser Schieflage, in der finanzielle Unterstützung scheinbar jeden Weg ebnet kann man aber auch Gegenbewegungen beobachten. Ein Beispiel ist Jeb Bush – er hatte ein gigantisches Wahlkapmfbudget. Selbst in für Jeb Bush erfolgreichen Staaten wie Iowa gab er 5200$ pro Stimme aus, was einen Spitzenwert markiert. Trotzdem ging er insgesamt mit leeren Händen aus. Sanders hingegen finanzierte seine Kampagne mithilfe direkter Spenden einzelner. Das für sich genommen stellt ebenfalls die Rolle der Partei für den Wahlkampf in Frage, denn diese ist bisher immer der Rückhalt der Kandidaten und Mittelsmann zwischen Volk und politischer Gestaltung gewesen. Bei den Kampagnen von Trump und Sanders sind die sozialen Medien zur tragenden Säule des Wahlkampfes geworden, außerhalb von Parteiprogrammen und -absprachen. Diese Loslösung von der Partei führte dazu, dass selbst Bloomberg sich als Präsidentschafts-Kandidat einbrachte. Generell sehen wir in Amerika derzeit eine Stimmung die klare Signale setzt: „end of big money“und „end of corruption“ sind die Forderungen weiter Teile von Amerika. Das kann man auch so deuten, dass der amerikanische Traum im klassischen Sinne gestorben ist, in der der Selfmademan sich selbst schafft und trägt (was ein sehr orange/rot geprägter Traum ist). Das Aushängeschild dieser Bewegung ist natürlich Bernie Sanders, aber auch Trump ist auf seine Art ein gutes Beispiel, weil er der einzige Republikaner ist, welcher sich selbst finanziert und sich immer wieder als unabhängig von fremden finanziellen Interessen präsentiert, wofür ihn seine Wähler lieben.

Bevor wir uns die aktuellen Kandidaten genauer ansehen sehen wir uns den aktuellen Präsidenten Barack Obama aus integraler Sicht an.

Anmerkung: Es ist natürlich nicht möglich einen Menschen auf eine Stufe zu reduzieren, daher sind die folgenden Aussagen mit Vorsicht zu genießen. Die Bewusstseinsstufen sind ineinander fließende Wellen, die sich überlappen und nicht eindeutig zu fixieren sind.

obama green yellowBarack Obama , 54 Jahre

Barack Obama hielt vor kurzem  eine Rede an der Howard Universität in der er die Fortschritte von Amerika, aber vor allem auch von der Weltgemeinschaft hervorhob. Er sagte unter anderem:

(…)

So America is better.  And the world is better, too.  A wall came down in Berlin.  An Iron Curtain was torn asunder.  The obscenity of apartheid came to an end.  A young generation in Belfast and London have grown up without ever having to think about IRA bombings.  In just the past 16 years, we’ve come from a world without marriage equality to one where it’s a reality in nearly two dozen countries.  Around the world, more people live in democracies.  We’ve lifted more than 1 billion people from extreme poverty.  We’ve cut the child mortality rate worldwide by more than half.

America is better.  The world is better.  And stay with me now — race relations are better since I graduated.  That’s the truth.  No, my election did not create a post-racial society.  I don’t know who was propagating that notion.  That was not mine.    But the election itself — and the subsequent one — because the first one, folks might have made a mistake.  (Laughter.)  The second one, they knew what they were getting.  The election itself was just one indicator of how attitudes had changed.

(…)

I am not saying gaps do not persist. Obviously, they do. Racism persists. Inequality persists. Don’t worry, I’m going to get to that. I wanted to start, Class of 2016, by opening your eyes to the moment that you are  in. If you had to choose one moment in history in which you could be born, and you didn’t know ahead of time who you were going to be … What nationality, what gender, what race, whether you’d be rich or poor,  gay or straight, what faith you’d be born into … You wouldn’t choose 100 years ago. You wouldn’t choose the ’50s, or the ’60s or the ’70s. You’d choose right now. If you had to choose a time to be, in the words of Lorraine Hansberry, „young, gifted, and black“ in America, you would choose right now.
 
I tell you all this because it’s important to note progress. To deny how far we’ve come would do a disservice to the cause of justice, to the legions of foot soldiers; to not only the incredibly accomplished individuals who have already been mentioned, but your mothers and your dads and grandparents and great  grandparents, who marched and toiled and suffered and overcame to make this day possible.
(…)
Was besonders auffällt bei seiner Rede – hier wird nicht nur ein globales Denken deutlich – denn er hebt beispielsweise auch die weltweite Säuglingssterblichkeit hervor, welche gesunken ist. Er unterstreicht den Prozess der Welt als menschheitlich und nicht national. Wenn er von „wir“ spricht, dann spricht er auch von der Menschheit. Somit sehen wir hier vor allem ein grünes (weltzentrisch), aber auch schon in weiten Teilen ein gelbes Bewusstsein (kosmozentrisch). Es geht nicht nur um die Identität aller Menschen, sondern auch die Identität aller Menschen im Verlauf der Zeit. Er macht den Studenten deutlich, dass der Rahmen des Lebens (Hautfarbe, Nationalität, Wohlstand usw.) zufällig ist. In seinem Amt bemüht er sich ebenfalls auf pragmatisch integrative Art zu wirken und ist in seinem Temperament sehr ausgeglichen, was auf Tier 2 Denken hinweist. Somit sehe ich in Obama einen sehr fortschrittlich denkenden Mann, der im Rahmen seiner Möglichkeiten handelt. Er führte unter anderem seine Gesundheitsreform „ObamaCare“ ein, die eine Pflichtversicherung ist, Einkommensschwache aber staatlich unterstützt in ihren Krankenkassenbeiträgen. Das ist in jedem Fall ein Schritt in Richtung grün, für ein sozialeres Amerika, dass sogar bereit ist für das Gemeinwohl auf einen Teil seiner „Freiheit“ zu verzichten.

Hillary Clinton, 68 Jahreclinton orange green

Obwohl Bernie Sanders wie kein zweiter für grüne Werte einsteht kann man auch bei Hillary Clinton viele grüne Positionen erkennen, wie zum Beispiel Umweltschutz, Feminismus und Kinderrechte. Sie arbeitet wie Obama auch auf verschiedenen Ebenen, so integriert sie neben den grünen ebenfalls wirtschaftliche Aspekte des modernen Systems (orange). Man kann also durchaus der Meinung sein, dass Hillary Clinton bereits aufs einer integralen Perspektive schaut (gelb). Sie wird wahrscheinlich auch mit der integralen Theorie vertraut sein, zumindest hat Bill Clinton Ken Wilber und sein Werk öffentlich in bewundernder Weise erwähnt. Man tut sich aber schwer bei ihr eine spirituelle Verbundenheit des Herzens zu erkennen, welche vor allem mit dem türkisen Mem auftaucht, was man bei Obama wiederum sehr gut erkennen kann. Obama hat auch den Sinn für eine kosmozentrische Perspektive, welche bei Hillary Clinton nicht wirklich zu erkennen ist.
Politisch gesehen hat Hillary Clinton nicht nur Feinde im republikanischen Lager, sondern durch Bernie Sanders und der starken Rolle der sozialen Medien (Bernie Bros. und Co) auch Gegenwind aus den eigenen Reihen. Dieser Gegenwind hat sich sogar gewandelt von einer rein politischen Auseinandersetzung hin ins persönliche, sodass Hillary Clinton von vielen sogar als „bösartig“ und „Werkzeug des Systems“ betitelt wird. Das ist auch ein Grund, warum die Demokraten den unermüdlichen Sanders nahelegen seinen Wahlkampf niederzulegen. Und speziell im letzten Punkt, dass Clinton nur ein Werkzeug des Systems ist, haben die Kritiker durchaus recht – denn neben all ihren positiven Positionen (Gun Control, Frauenrechte usw.) repräsentiert sie doch letztlich das System, wie es im Moment mit all seinen Fehlern ist. Sie hat nicht wirklich etwas zu den brennenden Problemen der Zeit beizutragen-  sie schaut weder auf die massive Ungleichheit, noch auf die Probleme des politischen Systems. Sie schaut auch nicht auf geopolitische Themen, obwohl sie diese als ehemalige US-Außenministerin in und auswendig kennen müsste und sie schaut viel zu wenig auf die Wirtschaft. Sie wirkt alles in allem sehr korrupt mit ihrem 90.000.000 $ Wahlkampfbudget gespeist aus „special-interest-money“. Der Verdacht erhärtet sich natürlich nochmals durch die Email Affäre. Das System nicht anzuprangern könnte sie die Präsidentschaft kosten.

Donald Trump, 70 Jahretrump red orange

Man sagt, dass die Tea-Party Bewegung den Boden für die radikalen Kurs von Trump bereitet hat. Auch wenn das vielleicht etwas zu kurz gegriffen ist, muss man über sein Programm staunen. Selbst eingefleischte Republikaner distanzieren sich von ihm, wie zuletzt Mitt Romney. Wenn man sich das anschaut dann könnte man sich fragen „Wie will er so gewinnen?!“. Er hat oftmals sehr vage Positionen, wenn es um konstruktive Gestaltung geht – vielmehr profiliert er sich mit Fremdenfeindlichkeit indem er beispielsweise eine Mauer zwischen USA und Mexiko bauen möchte oder einem mexikanischen Richter befangenheit aufgrund seiner „Rasse“ unterstellt. Er hat keine klare Strategie und ist selbst in Konflikt mit den eigenen Reihen. Er äußerte sich dazu, dass er den Konsens in den eigenen Reihen im traditionellen Sinn nicht mehr für nötig erachtet und den Sieg auch mithilfe der Wähler von Sanders erhaschen möchte. Wenn man sich Hillary Clintons stromlinienförmige Linie anschaut dann muss man dieser Aussage zumindest eine Chance einräumen. Trump hat sehr viel rot und orange in seinem Denken. Zum einen ist er ein bekennender Geschäftsmann, der sich zu den Gewinnern zählt (typisch orange), zum anderen ist er in seiner unbeirrbar dominanten Art auch noch sehr im roten Bewusstsein verankert. Insbesondere in der moralischen und interpersonalen Beziehungslinie sieht man sehr viel rot. Viele Menschen in Europa sind entsetzt, dass er sich wirklich als Kandidat durchsetzen konnte. Aus grüner Sicht basiert Trumps Kampagne auf Rasissmus, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit. Man kann in seinen Ansichten, beispielsweise über genetische Vorbestimmung sogar purpurne Elemente entdecken („Ich glaube es liegt an den Genen ob man ein Gewinner ist oder nicht“). Diese Sicht schwächt sich jedoch ab, wenn man aus oranger Sicht auf seine Kampagne schaut. Und noch mehr in den prämodernen Bewusstseinsstufen – hier erscheinen seine Einwände mehr und mehr nachvollziehbar. Die Mehrheit der Menschen in Amerika leben in modernen bis prämodernen Sichtweisen, in der sie sich durch politisch korrekte Wortwahl unterdrückt fühlen, was Trump deutlich in die Karten spielt.

Ein sehr illustratives Interview in welchem eine prämoderne und postmoderne Sicht aneinander vorbeireden ist das Interview von Donald Trump und Mika Brzezinski. Nach dem tragischen Flugzeugabsturz der Egypt-Airline im Mittelmeer tweetete Donald Trump:

Die Moderatorin Mika Brezinski hat ihn darauf angesprochen, dass er durch eine solche Wortwahl erneut Hass und Gewalt entstehen lässt und so die Spirale der Gewalt weiter anfacht. Donald Trump reagierte daraufhin ziemlich überrumpelnd und zeigte keinerlei Verständnis für die grüne Sensibilität von Worten. Grün versteht, dass Wörter Waffen sind. Das grüne Bewusstsein bemüht sich niemanden künstlich aufzubringen. Im roten Bewusstsein hingegen ist man Teil des Kampfes, man möchte Menschen einschüchtern und hat keine Sensibilität für Wörter, man geht sogar von vornherein davon aus, dass der Adressat sowieso gegen einen ist. Für prä-modernes Bewusstsein ist die Welt eine gigantische Schlacht zwischen gut und böse. Im prämodernen Bewusstsein lässt sich mit dem vermeintlich bösen nicht verhandeln,man muss es bezwingen. Im weiteren Verlauf hat die Moderatorin Trump darauf hingewiesen, dass er ja auch der Opfer und der Familien in seinem Tweet hätte gedenken können. Daraufhin rumpelte Trump weiter, dass er an die Zukunft denkt und blies ein düsteres Szenario auf, in welchem die Welt am Terrorismus zugrunde geht. Ein weiteres Beispiel für das rot-dominante-Bewusstsein ist seine Aussage am Ende: „Nachdem die Untersuchungen abgeschlossen sind werdet ihr herausfinden, dass alles exakt so ist, wie ich sagte“. Hier wird nochmal deutlich, wie sehr es ums „Recht haben“ und um die totale Dominanz geht. Auf den ersten Blick scheint es, als würde er sich hier weit aus dem Fenster lehnen. Aber sollte er falsch liegen, so wird er diese „Niederlage“ in typisch roter Art ad acta legen, totschweigen und als Schnee von gestern betrachten. Es wäre nicht das erste mal.

Wenn man die Gesamtsituation in Amerika anschaut dann muss man leider sagen, dass Trump charakterologisch disqualifiziert scheint um den nötigen Wandel im System voranzutreiben.

Wer sich weiter für Trump und Clinton aus integraler Sicht interessiert kann sich diesen Podcast anhören:

 

sanders green orangeBernie Sanders, 74 Jahre

Die Transformation von Bernie Sanders ist die eigentliche Sensation im US-Wahlkampf. Aus integraler Sicht ruft er die grüne Wirtschaft viel stärker auf den Plan als bisher. Er kritisiert das Establishment, das politische System, selbst die demokratische Partei. Er löste eine Riesenwelle der Unterstützung aus.

Wenn man Bernie Sanders zuhört, dann sind seine Kernthemen – wie schnell können wir uns dem Dänemark – Modell annähern? (grüne Wirtschaft) Aus integraler Sicht wäre das der nächste Schritt nach der orange dominierten Wirtschaft.

Sein zweites Hauptthema ist – wie können wir diesen Prozess weg von der Oligarchie hin zu einer stärkeren Demokratie treiben?

Aus diesen beiden Hauptströmen schöpft er seine Kraft und seinen Zuspruch. Oftmals sieht man Bernie Sanders als Rebellen, doch viele seiner Konzepte sind in anderen Ländern bereits Realität und erfinden keineswegs das Rad neu. Seine Finanz-Transaktionssteuer (financial transaction tax) ist bereits in vierzig Ländern etabliert. Sein Elternurlaub (parental leave policy) ist in Europa bereits normal. Die Einheitskrankenkasse (Single Payer Health Care) gibt es auch bereits in wenigen Ländern und die universelle Krankenversicherung ist ebenfalls bereits die Norm in den Ländern der ersten Welt.

Bernie Sanders ist ein unabhängiger Kandidat, der eigentlich keiner Partei angehört, sich aber zum demokratischen Lager schlägt, weil er hier viele seiner Ansichten wiederfindet. Trotzdem ist er in gewisser Hinsicht mehr als jeder andere ein Repräsentant der demokratischen Grundidee: Ein Mann begeistert die Menschen und ignoriert den festgefahrenen Apparat. Er ist der Kern dessen, was die demokratische Partei repräsentieren will, wenn man die Vergangenheit betrachtet (vorallem in der Tradition von auf Franklin D. Roosevelt und dem New Deal).

Bernie Sanders ist an und für sich kein integraler Denker, aber es ist interessant mit wie vielen Wellen der Spirale er resoniert:

Er trägt das rote Feuer in sich, er setzt sich für blaue Sicherheit und Ordnung ein, er resoniert ebenfalls mit orange, indem er viel auf rationalen Statistiken aufbaut und er ist natürlich allen voran sehr grün. Dem gegenüber stehen Hillary Clinton und Donald Trump, welche beide gegen ihn wie alte Wächter des Systems erscheinen.

Da Sanders bedauerlicherweise bereits ausgeschieden ist für das Amt des Präsidenten ist für viele Beobachter ist die aktuelle Wahl also „neoliberale Oligarchie„(Clinton) vs. „postmoderner Faschismus“ (Trump).

Vorstellbar ist aufgrund der großen Unterstützung auch, dass Hillary Clinton Bernie Sanders das Amt des Vizepräsidenten vorschlägt.

Trotz aller neuen Entwicklungen ist der Präsidentschaftskampf für integrale Beobachter doch recht enttäuschend, da mit Sanders die interessanteste Figur bereits aus dem Rennen ist. Doch das Bild was wir von dem Willen des amerikanischen Volkes haben hat sich geändert. Je mehr Menschen auf gewisse Art denken, desto mehr entsteht ein magnetischer Pol. Und Bernie Sanders hat hier wirklich etwas entscheidendes in Richtung grün bewegt.

Wer sich weiter für Sanders aus integraler Sicht interessiert kann sich diesen Podcast anhören:

Weitere Informationen zu wirtschaftlichen Entwicklungen in Bezug auf Amerika

Convergence: The Globalization of Mind (English Edition)

The Rise of the Creative Class–Revisited: Revised and Expanded

The Coming Of Post-industrial Society

 


Bildnachweis:

„Bernie Sanders at a rally in New Orleans, Louisiana, July 26, 2015“ von „Nick Solari“ auf „wikipedia“ unter CC BY-SA 2.0

Ein Anliegen dieser Plattform ist es das aktuelle Weltgeschehen aus einer integralen Perspektive zu betrachten. Integrales Bewusstsein ist psychoaktiv. Wenn man die Welt aus dieser Sicht betrachtet, dann eröffnet sich ein neuer Horizont. Die Basis dieser Analyse sind die Spiral Dynamics. Diese zunächst abstrakte Schablone wird im Dialog mit anderen lebendig. Wer mit dem Konzept nocht nicht vertraut ist, kann sich hier informieren.

 

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